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Aus Freude am Erfinden

Entwicklung der polyroly

polyroly sind das Resultat einer intensiven und langjährigen Zusammenarbeit zwischen Schlosser Lorenz Grimmer und Designer Re Meili.  Angefangen hat das polyroly-Projekt  im Winter 2011/12. Meili wollte nur mal schnell seinen Nomad Bike Trailer aus den frühen 90ern mit einer zeitgemässen Nabendeichsel ausrüsten und fragte Lorenz Grimmer um Unterstützung.

The rest is history, wie man so schön sagt. Hier ein paar Milestones aus über sechs Jahren polyroly-Entwicklung.

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Der erste polyroly! Lorenz mit unserem ersten Prototypen, einem «Zweier«. Er diente als Grundlage für die Entwicklung einer schwenkbaren, asymmetrisch montierten Nabendeichsel.

Keine gute Idee, wie sich bald zeigte. Aber der Prototyp führte das Potenzial des Spaceframe deutlich vor Augen. Von diesem Moment an gab es kein Zurück mehr.

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Ein neuer Spaceframe. Bevor die Nabendeichsel weiterentwickelt werden konnte, musste der Spaceframe perfektioniert werden. Der heutige Spaceframe mit der abewinkelten «Stack»-Eckverbindung entstand 2012. Lorenz fand damit die perfekte Lösung, den Spaceframe trotz der  «Triangulations-Lücke« knallhart zu machen. Der Stack war ein absoluter Meilenstein und  brachte den ersten technischen Durchbruch. Die Entwicklung der Nabendeichsel konnte wieder aufgenommen werden.

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Wachsende Komplexität. Für die neue Generation Spaceframes genügten virtuelle Annäherungen nicht mehr. Es brauchte perfekte 3D CAD- Modelle. Erste Versuche mit dem High-End Paket Unigraphics scheiterten. Überraschenderweise brachte das günstigere Solidworks die Wende. Es war 2011/12 unter vier getesteten CAD-Paketen das einzige 3D-Program, mit dem der polyroly Spaceframe überhaupt gezeichnet werden konnte. Immer noch schwer zu glauben.

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Exotische Verbindungstechnik. «Ohne Werkzeug auch nach Jahren zu öffnen und immer absolut spielfrei»". Die hohen Anforderungen an die Nabendeichsel-Verbindungstechnik kostete Monate an Entwicklungsarbeit. Zusammen mit Tests vergingen Jahre.

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Federstahl statt Schrauben. Auf Bild oben ist der absolut erste polyroly mit Federstahlverbindungen. Optisch noch weit entfernt vom heutigen Stand der Technik, aber alle Elemente wie Yoke, Bow, Wheelcon und Needle waren bereits vorhanden. Das Bild zeigt den «Magic Moment» als klar wurde, dass die Deichsel hält. Der Aufwand besonders für Lorenz war enorm, aber er hat sich gelohnt. Die Verbindung von Spaceframe und z.Deichsel ist das eigentliche pièce de résistance der polyroly.

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Hochfester Federstahl. Nur wenige Kenner realisieren, wie neu, smart und leistungsfähig die polyroly-Federstahlverbindungstechnik ist. Die hochfesten Drähte werden individuell in aufwändigen Prozessen von Hand geformt. Das Know-How, das wir uns so über  die Jahre angeeignet haben, wird auch in Zukunft immer wieder seien Weg in neue Anwendungen am polyroly finden.

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Bag statt Box. Kisten sind praktisch, aber Taschen sind leichter und leiser als Kisten. Die Idee, spezielle Spaceframes für Taschen zu bauen, entstand im Jahr 2013. Von den ersten Konzepten bis zum polyroly CITY verging aber noch sehr viel Zeit. Einfach zu bedienen sollte sie sein und auch in kleinen Serien noch bezahlbar. Trotz Schweizer Produktion. Keine leichte Aufgabe. 

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Massgeschneiderter CITY. Die Entwicklung textiler Module ist Chefsache, denn im Laufe der Entwicklung musste auch der Spaceframe immer wieder dem Textil angepasst werden. Keine Aufgabe, die von Extern übernommen werden kann. Ein für uns bekanntes Problem mit Entwicklungen am polyroly. Dafür geht es so oft auch schneller; Bag und Cover für den CITY entstanden innerhalb von wenigen Wochen.

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Nächste Ziele. Textile Taschen sind leicht, leise und lassen sich gut verschicken. Wir werden diese neue Technologie in den nächsten Jahren weiterentwickeln. Aber Textilien sind nur das Eine. Wir stehen immer noch am Anfang und haben viel vor.